Lady Gagas Forderung an Angela Merkel

Foto: picture alliance / dpaLady Gaga setzt sich schon seit vielen Jahren für gleiche Rechte ein. Mit 34 weiteren Frauen wendet sie sich nun direkt an Angela Merkel

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bekommt an diesem Sonntag ungewöhnliche Post. Sängerin Lady Gaga, Oskar-Preisträgerin Meryl Streep undFacebook-Chefin Sheryl Sandberg haben mit 32 weiteren prominenten Frauen einenoffenen Brief an die deutsche Regierungschefin verfasst, der der “Welt am Sonntag” exklusiv vorliegt.

Darin fordern sie, Verbesserungen für Frauen und Mädchen in den Mittelpunkt der weltweiten Entwicklungsarbeit und der deutschen G7-Präsidentschaft zu rücken. “Armut ist sexistisch”, schreiben sie. Frauen hätten besonders zu leiden unter Rechtsunsicherheit, schlechten Gesundheits- und Bildungssystemen auf der Welt.

Deutschland führt in diesem Jahr die Gruppe der sieben bedeutendsten Industrienationen an. Auf der Agenda steht unter anderem ein Dialog mit Afrika. Im Sommer will die Uno neue Millennium-Entwicklungsziele bis zum Jahr 2030 festschreiben – “ein historisches Jahr”, heißt es in dem Brief.

“Mütter investieren in ihre Töchter und Söhne und stärken das Gemeinwesen”, sagte Facebook-Chefin Sandberg, die die Kampagnen-Organisation One im Kampf gegen die weltweite Armut unterstützt. “Wenn wir ihnen helfen, geht es allen besser.”

Frauen haben weniger Chancen auf Bildung

 

Einem Bericht von One zufolge ist die Kluft zwischen den Geschlechtern in den ärmsten Ländern der Welt besonders groß. In der Landwirtschaft haben die Frauen oft schlechteren Zugang zu Land und Maschinen als die Männer.

Sie haben ein höheres Risiko, sich mit Krankheiten wie Aids zu infizieren und weniger Chancen auf Bildung, schlechteren Zugang zu Kapital und Technik wie Mobiltelefonen. Und sie könnten sich in vielen Ländern vor Gericht kaum durchsetzen. All diese Probleme müsse die internationale Politik angehen, schreiben die Unterzeichnerinnen in ihrem Brief weiter.

Sie richten sich nicht nur an Merkel, sondern auch an die Kommissionsvorsitzende der Afrikanischen Union, Nkosazana Dlamini-Zuma. Zu den Unterzeichnerinnen aus Deutschland zählen unter anderen die Schauspielerin Maria Furtwängler und die Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin, Jutta Allmendinger.

> Die Welt<

Geschrieben am 11.03.2015 um 08:32 Uhr in Kluges für jeden Tag!.

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