“Binge Eaters”

Gerade habe ich was ganz interessantes gelesen und einfach beschlossen, meinen Blog um eine Kategorie zu erweitern. Den auch ich bin immer mit meinem Gewicht beschäftigt. Also, dachte ich werde ich jetzt meine Erkenntnisse einfach mit Euch teilen…….
Was sagt den Wikipedia??
“Binge Eating oder Binge-Eating-Störung (BES, engl. Binge Eating Disorder, vom engl. Binge = Gelage) ist eine Essstörung, bei der es zu periodischen Heißhungeranfällen (Fressanfällen) mit Verlust der bewussten Kontrolle über das Essverhalten kommt. Im Gegensatz zur Bulimie wird das Gegessene anschließend nicht erbrochen, so dass längerfristig meist Übergewicht die Folge ist. Die Definition dieser Essstörung war längere Zeit umstritten, die Kriterien werden von Ernährungswissenschaftlern und Medizinern jedoch zunehmend akzeptiert; die Behandlungsbedürftigkeit dieser Störung wird auch in Europa mittlerweile überwiegend anerkannt. Die Behandlungskonzepte entsprechen in der Regel denen der Bulimie.
Die diagnostischen Kriterien für Binge Eating wurden in den 1990er Jahren von der Psychiatrischen Vereinigung in den USA aufgestellt:
-mindestens zwei Essanfälle pro Woche über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten
-Kontrollverlust während der Nahrungsaufnahme mit Verlust des Sättigungsgefühls
-sehr hohe Kalorienzufuhr bei einem Essanfall
-extrem hastiges Essen („schlingen“)
-Essen bis zu einem starken Völlegefühl
-der Essanfall wird nicht durch starken Hunger ausgelöst
-nach dem Essanfall treten Schuld- und Schamgefühle auf, teilweise bis zur Depression
-die Betroffenen leiden unter den Essanfällen

Bei unkontrollierten Essattacken werden meistens fettreiche und süße Lebensmittel gegessen, die viele Kalorien enthalten.

Im Gegensatz zu Bulimikern oder Magersüchtigen ergreifen Binge Eater nach dem Essen keine Maßnahmen wie Erbrechen oder exzessives sportliches Training, um eine Gewichtszunahme durch die überhöhte Kalorienzufuhr zu verhindern.
Wie Bulimiker verschweigen Binge Eater in der Regel anderen ihr gestörtes Essverhalten, auch Freunden und Familienangehörigen. Befragungen von Betroffenen legen den Schluss nahe, dass die Essanfälle ausschließlich psychisch bedingt sind und überwiegend durch negative Gefühle, Stress oder Langeweile ausgelöst werden. Psychologen gehen davon aus, dass unangenehme Empfindungen während des Essvorgangs unterdrückt werden. Demnach handelte es sich bei Binge Eating um eine Form von Vermeidungsverhalten. Wie auch bei anderen Essstörungen gibt es zu Entstehung und Funktion dieses Essverhaltens jedoch unterschiedliche Theorien. In der Ernährungspsychologie gibt es die Theorie, dass so genanntes „gezügeltes Essverhalten“ ein Risikofaktor für das Entstehen von Essstörungen ist, vor allem für Bulimie und Binge Eating.

Zur Häufigkeit der Binge Eating-Disorder gibt es unterschiedliche Angaben, die meisten beruhen auf Schätzungen. Georg Ernst Jacoby, ehemaliger Leiter einer Spezialklinik für Essstörungen in Bad Oeynhausen, schätzt die Zahl der Betroffenen in Deutschland auf 1,5 bis zwei Millionen und damit höher als die Zahl der Bulimiker. In den USA ergaben Untersuchungen eine Quote von etwa zwei Prozent der Bevölkerung. Rund ein Drittel der Betroffenen sind Männer; es gibt keine besonders stark betroffene Altersgruppe wie bei Bulimie und Magersucht. Ein großer Teil der Binge Eater ist übergewichtig, allerdings leidet umgekehrt nur etwa ein Drittel der Adipositas-Patienten an Heißhungerattacken. Die meisten Übergewichtigen nehmen kontinuierlich mehr Kalorien auf als sie verbrauchen, nicht anfallsweise.
In der Therapie wird eine Normalisierung des Essverhaltens angestrebt, wobei auch die auslösenden psychischen Probleme behandelt werden.”

Was ich noch darüber las und mich echt zum Nachdenken animiert hat:
Es gibt Millionen von “Binge Eaters:” Menschen, die unter Essattacken leiden und ihnen meistens heimlich nachgehen.” Manche verstecken die Schokoriegel in der Handtasche, andere haben Kuchen und Kekse im Handschuhfach, wieder andere verbergen sich hinter der offenen Kühlschranktür, damit keiner ihnen beim Essen zusieht. Manche Leute haben Essen im Badezimmer deponiert, um es dort ungestört zu verspeisen. Doch die Person, vor der sich die Betroffene vor allem verstecken will, ist….sie selbst.
Auch wenn diese Leute alleine leben, fürchten sie immer wieder, von jemanden beim Verschlingen von etwas Dickmachendem erwischt zu werden.
Binge Eaters, die sich womöglich auf die Toilette verziehen, um dort zu “futtern”, geht es dabei nicht nur ums Essen selbst, sondern zugleich um die Aufregung des Heimlichen. Die Aura des Ungehörigen, des Unartigen macht einen großen Teil der Anziehung aus. Die meisten Menschen genießen es ab und zu auf harmlose Wise ungezogen zu sein. Neben der Angst erwischt zu werden, ist es auch schön aufregend. Mansche der heimlichen Binge Eaters sind stolz auf ihre Geschicklichkeit, wenn es mal wieder gelungen ist, unbemerkt eine Fressaktion durchzuführen. Diese Art der Essstörung ist auch eine stille Art der Rebellion gegen den Anspruch, ein “gutes Mädchen” zu sein- ein Druck, der oft schon in der Kindheit beginnt.
Extrem gefügige Menschen brechen normalerweise von Zeit zu Zeit aus. Niemand kann ständig die Maske des Freundlichen, Verständnisvollen aufbehalten.
Oft ist es so, das solche Frauen oder natürlich auch Männer in solchen Haushalten aufwachsen, in denen sehr auf äußerliche Erscheinung und das Gewicht geachtet wird und wo man Sprüche hört wie: “Ein gutes Mädchen” zu sein, bedeutet also, auch auf Kalorien zu achten. Diese Mädchen sind sich leider noch nicht bewusst, dass es um ihren eigenen Körper geht und es ihr Recht ist, zu entscheiden, was sie essen oder welche Figur sie haben wollen. Zwanghaftes Naschen entsteht gewöhnlich in der Kindheit.
unter zwanghaftem Naschen verstehen wir vielmehr, jemand fühlt sich unwohl, in der Gegenwart anderer genussvoll etwas “Schlechtes” (Eiscreme, Kuchen, Bonbons etc.) zu essen: Die Betroffene hat nicht nur Angst, es könnte ihr genommen werden; sie fürchtet zugleich, die anderen könnten eine schlechte Meinung von ihr entwickeln.
Für solche Menschen ist es leichter, ihr unvollkommenes Verhalten vor dem Rest der Welt zu verbergen und nach außen als kompetente Superfrau dazustehen. Oft verleugnet sie es sogar vor sich selbst. Das heißt, sie versteckt sich nicht nur vor anderen , sondern auch vor sich selbst.
Es ist sehr interessant, dass die Betroffenen vorwiegend extrem versiert Frauen sind, die alle Aspekte ihres Lebens im Griff zu haben scheinen. Nur dieser eine Bereich- das Essen und ihr Gewicht- entzieht sich ihrer Kontrolle.
Ehrlichkeit gegenüber sich selbst ist beim Kampf gegen jegliches Suchtverhalten von entscheidender Bedeutung, denn zwanghaftes Essen, Trinken, Einkaufen etc. dient dazu, nicht in sich selbst hineinschauen zu müssen. Viele Menschen sind süchtig, weil sie vor etwas in sich selbst oder in ihrem Leben weglaufen, dem sie sich nicht stellen wollen.
Nach der Erfahrung der Verfasserin diesen Berichts fürchten sich viele Binge Eaters, sich ihre unglückliche Ehe oder Arbeit einzugestehen; andere wollen nicht merken, wie viel Wut sich in ihnen angestaut hat; und wieder andere kämpfen mit Verunsicherung und sind der irrigen Ansicht, wenn sie sich diese Angst eigestünden, würde es auch so kommen.
Wegen ihres
Misstrauens gegenüber anderen leiden Missbrauchsopfer oft unter dieser Art von Essstörungen: Sie fühlen sich unsicher, so einer persönlichen Angelegenheit wie dem Essen offen nachzugehen. Andere fürchten wiederum, sich lächerlich zu machen oder verhöhnt zu werden.

Erkennt sich irgend jemand vielleicht hier wieder? Dann melde Dich bei mir…….

Geschrieben am 15.09.2013 um 13:35 Uhr in Schlanke Zeiten.

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